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In: KulturPoetik 2008, Heft 2

Autor

Philip Oltermann

Titel

Endgames in a ›Hypermodern‹ Age. Stefan Zweig’s Schachnovelle Reconsidered

Kategorie

Beitrag

Abstract

Kaum ein Stück Prosa in der europäischen Literatur scheint sich so intensiv mit der Thematik und Symbolik des Schachspiels zu befassen wie Stefan Zweigs Schachnovelle. Aber wie ernst nimmt Zweig das Spiel wirklich? Dieser Artikel will aufzeigen, dass die ludische Metapher am Herzen dieser Novelle weitaus problematischer ist als bisher angenommen; dass Zweig mit der ›Kunst als Spiel‹ Analogie bricht, anstatt sie in die Moderne zu führen. Im Licht der ›Schachbücher‹ die ihr vorausgingen, sowie vergleichbarer Schachexperimente aus Zweigs Schaffenszeit will ich die Schachnovelle neu beleuchten. Als kulturpoetische Metaphern betrachtet, was erzählen diese diversen Schachpartien von dem kulturellen Umfeld, in dem sie gespielt wurden?