Detailansicht

In: KulturPoetik 2008, Heft 1

Autor

Benjamin Specht

Titel

Über fiktionale Experimente und experimentelle Fiktionen
Marcus Krause/Nicolas Pethes (Hg.), Literarische Experimentalkulturen. Poetologien des Experiments im 19. Jahrhundert. Würzburg: Königshausen & Neumann 2005. 307 S.

Kategorie

Rezension

Volltext

Im Winter 1798 notiert Novalis in seinem Allgemeinen Brouillon einen Gedanken, der seither zum festen Inventar der künstlerischen Avantgarden gehört: die Inanspruchnahme naturwissenschaftlicher Verfahren der Wissensgewinnung für die Kunst, die als ein »Experimentiren mit Bildern und Begriffen im Vorstell[ungs]V[ermögen] ganz auf eine dem phys[ikalischen] Experim[entieren] analoge Weise«(1) begriffen wird. Sowohl das wissenschaftliche als auch das poetische Experiment erschaffen nach Novalis eine kontrollierte Situation und definieren Verfahrensbedingungen, unter denen ein Prozeß der Erkenntnisgewinnung beobachtet und protokolliert werden kann.

Eine solche Zusammenführung von Experiment und Dichtung, die unter dem Vorzeichen des poietischen Kunst- und Sprachverständnisses der Frühromanik noch als echte »Generationsmethode der Wahrheit«(2) betrachtet werden konnte, erweist sich in ihren literaturwissenschaftlichen Filiationen jedoch nicht selten als unverbindliche Metapher, die v.a. auf das Innovative, Suchende und Vorläufige eines Textes oder Genres verweisen soll. Weder ist bei näherer Betrachtung aber das narrative (und damit auch finalisierte) Arrangement eines epischen Textes ergebnisoffen, wiederholbar und variabel wie bei einem Experiment, noch hat die Sprache eine der Natur vergleichbare autonome Dynamik, so dass das literarische Experiment am Ende tautologisch bleibt.

Die Herausgeber und Autoren des auf eine Tagung der Bonner Arbeitsgruppe ›Kulturgeschichte des Menschenversuchs‹ zurückgehenden Bandes Literarische Experimentalkulturen. Poetologien des Experiments im 19. Jahrhundert sehen diese Grenzen der metaphorischen Begriffsverwendung recht klar. Angesichts der anhaltenden Konjunktur des ›Experimental‹-Topos in Kunst und Wissenschaft stellen sie sich dennoch die Frage, welchen alternativen Status und literaturwissenschaftlichen Erkenntnisgewinn die Rede vom ›Experiment‹ für sich reklamieren kann und versuchen das Potential der Kategorie anhand konkreter literarhistorischer Fallstudien – hierin selbst in gewissem Sinne ›experimentell‹ verfahrend – induktiv ›am Objekt‹ zu erproben. Dass die Herausgeber dabei an einer vermittelnden Position zwischen Beliebigkeit und Suspension interessiert sind (auch wenn sie wie die Autoren die Tauglichkeit der Kategorie letztlich erwartungsgemäß bejahen), wird schon durch den Aufbau des Bandes deutlich: Dient der erste der vier Blöcke der systematischen Entfaltung und Verortung des Themas, befassen sich die folgenden mit konkreten Anwendungsfeldern, wobei die zweigliedrigen Sektionstitel ›Semantik/Topik‹, ›Diskurs/Dispositiv‹ und ›Schreibweise/Denkstil‹ offenkundig Parallelen aufzeigen sollen, ohne Differenzen vorschnell einzuebnen.

Der gewählte Fokus auf das 19. Jahrhundert wird von den Herausgebern mit der systemtheoretisch inspirierten Diagnose gerechtfertigt, dass die Ausdifferenzierung der Kulturtechniken von Kunst und Wissenschaft erst ab 1800 gegeben ist und mit dem Medienzeitalter im 20. Jahrhundert in eine qualitativ neue Phase eintritt. Selbst wenn man jedoch das ›lange 19. Jahrhundert‹ konzediert, wird diese Beschränkung von den Autoren wenig berücksichtigt: So finden sich zwar Beiträge zu Wezel, Hofmannsthals postästhetizistischem Werk oder Kafka, dafür fehlt der Realismus der Jahrhundertmitte gänzlich, und der Naturalismus als vorläufiger Höhepunkt des Experimentalparadigmas in der Literaturgeschichte ist nur durch einen Beitrag zu Emile Zola vertreten. So bestätigt der Band ein weiteres Mal die kanonische Dominanz der ›Jahrhundertwenden‹ von 1800 und 1900 in der Germanistik.    

Die Herausgeber und Autoren arbeiten zumeist pragmatisch mit einer eklektischen Theoretisierung ihrer Fragestellungen, wobei sich einige übergreifende Gewährsleute ausmachen lassen. Der titelgebende Terminus der ›Experimentalkultur‹ geht auf das Modell der ›Experimentalsysteme‹ von Hans-Jörg Rheinberger zurück,(3) der die heuristische Dimension des wissenschaftlichen Versuchs akzentuiert. Ist damit ein Theoretiker gefunden, der die Konstruktivität des Experiments vonseiten der Wissenschaftstheorie bestätigt, übernimmt für die Literaturtheorie Joseph Vogls ›Poetologie des Wissens‹(4) diesen Part. Im Zuge der jüngsten Renaissance von Ludwik Flecks Studie Entstehung und Entwicklung einer wissenschaftlichen Tatsache wird zudem nicht selten der Begriff des ›Denkstils‹ herangezogen sowie in der allgemeinen Kulturdiagnostik auf Theoriebausteine Luhmanns und Foucaults zurückgegriffen.

Die Einführung der Herausgeber eröffnet den Band mit einer Diskussion der verschiedenen Möglichkeiten literarisch-naturwissenschaftlicher Interaktion, wobei die Vorstellung eines einseitigen Transfers in Richtung der Kunst ebenso korrigiert wird wie die lange Zeit dominante ›kompensatorische‹ These, Literatur könne sich lediglich als ›Gegendiskurs‹ zur Wissenschaft positionieren. Das Tertium, das literarisches und wissenschaftliches Experiment zusammenführen soll, wird in der konstruktiven ›Transformation von Wahrnehmung in Kommunikation‹ verortet, wobei sich ›Formationsregeln‹ und ›Äußerungsmodalitäten‹ (S. 15) in beiden Kulturtechniken trotz dieser Gemeinsamkeit unterscheiden. Aufgrund dieses umsichtigen Vorgehens, das die Spezifik von Literatur und Experiment zunächst nicht aus dem Auge verliert, verwundert es, dass im zweiten Teil der Einführung eine erheblich weiterreichende »Konzeptualisierung der Kategorie des Experiments durch die Unterscheidung von Erfahrung und Möglichkeit« (S. 17) versucht wird. Es stellt sich die Frage, ob dieses Vorhaben nicht auf einer bloßen Äquivokation der Begriffe von ›Erfahrung‹ bzw. ›Möglichkeit‹ in beiden Kulturtechniken basiert. So wäre zunächst zu klären, ob empirische und ästhetische Erfahrung überhaupt analoge Modi sind und ob der Möglichkeitshorizont der literarischen Fiktion der Offenheit und Heuristik des wissenschaftlichen Experiments so nahe steht, wie unterstellt.

Der anschließende Beitrag von Jochen Venus geht von der markanten Bebachtung aus, daß sich im 20. Jahrhundert für nahezu alle Künste und Gattungen ›experimentelle‹ Spielarten herausbilden. Venus begründet diese Konjunktur mit der – von ihm im Schlußplädoyer entschieden befürworteten – Ablösung eines idealistischen durch einen medientheoretischen Kunstbegriff. Diese literarhistorische These wird von Venus jedoch überwiegend begriffslogisch fundiert, so dass eine Diskrepanz zwischen Erkenntnisinteresse und Methodik entsteht, die auch dem Verfasser selbst nicht ganz entgangen ist (S. 21). Ein dezidiert systematisches Interesse ohne literarhistorischen Anspruch verfolgt dagegen der Beitrag von Birgit Griesecke und Werner Kogge. Der zentrale Einwurf gegen das Gedankenexperiment als Erkenntnisinstrument, daß es nämlich Gedanken durch Gedanken prüfe und daher petitiös bleibe, wird von dem Autorenduo mit Argumenten von Mach, Kuhn und v.a. mit Wittgensteins ›grammatischer Betrachtung‹ entkräftet: Relativiert man in deren Folge die allzu strikte Unterscheidung von Denken und Handeln, wie es in dem klassischen Verständnis des Experiments vorherrscht, dann können Gedankenexperimente in einem nicht trivialen Sinne Auskunft darüber geben, wie Begriffe und Erfahrungen sich aufeinander beziehen lassen.

Den zweiten Teil des Bandes eröffnet der Beitrag von Roland Borgards zu Kleists zunehmend beachtetem, aber bisher kaum separat untersuchtem Rollenprosatext Allerneuester Erziehungsplan. Borgards leitet seine Analysetopik aus einer minutiösen Betrachtung des ersten Satzes des Textes her, überträgt die so gewonnenen Kategorien auf den experimentalphysikalischen Kontext der Epoche, um abschließend Kleists spezifischen Versuch einer ›Experimentalliteratur‹ zu erörtern. Diese überzeugende Gesamtkonzeption wirft im Detail jedoch die Frage auf, ob Borgards mit seiner Isolierung der Exposition des Textes dessen experimentelle Ambition nicht etwas überanstrengt und darüber den Fortgang vernachlässigt, in dem die Übertragung des elektrophysikalischen Induktionsexperiments in die ›moralische Atmosphäre‹ mindestens ebenso stark ironisiert wie behauptet wird.

Jürgen Daiber kondensiert zu Beginn seines Beitrags zunächst zentrale Ergebnisse seiner bisherigen Arbeiten zur romantischen (Selbst-)Experimentation und sieht im gesteigerten Interesse der Hoch- und Spätromantik für parapsychologische Phänomene eine Konsequenz aus der spekulativen Wende vom Objekt auf das Subjekt des Experiments in der Frühromantik. (5) Diese These illustriert er schließlich anhand der Fallgeschichte der Friederike Hauffe, die den Anlaß zu Justinus Kerners Bestseller Die Seherin von Prevorst gab. Torsten Hahn und Nicolas Pethes bleiben in der Goethezeit, greifen bei ihrer binären Diagnose eines ›zweifachen Endes der Utopie‹ in der Epoche die dritte, literarhistorisch wirkmächtigste Modifikation des Genres, nämlich die als regulativer Grenzwert in der Romantik, aber nicht auf. In der Dystopie nach dem Muster von Wezels Robinson Krusoe sowie im Verzicht auf literarische Vergegenwärtigung des Zielzustands, wie z.B. dem Amerika-Plan in Wilhelm Meisters Wanderjahren, sehen die Autoren zwei ›experimentelle‹ Reflexe auf die moderne Kontingenzerfahrung.

Unter dem aparten Titel Normalisierung/Denormalisierung, experimentell. Literarische Bevölkerungsregulierung bei Emile Zola eröffnet Michael Gamper mit einer der ergiebigsten Studien des Bandes die dritte Sektion. Der Roman darf gemäß Zolas Poetologie deshalb experimentellen Status in einem gehaltvollen Sinne für sich beanspruchen, weil der Künstler sowohl Beobachter als auch Experimentator ist, der einerseits gewissenhaft recherchiert und methodisch seine Daten erhebt, andererseits aber auf dieser gesicherten Basis auch aktiv einen ›typischen Fall‹ arrangiert. Damit ist die Literatur nicht nur mit dem naturwissenschaftlichen Experiment kompatibel, sondern stellt geradezu dessen Gipfelpunkt dar. Dieser poetologische Befund wird in Zolas literarischen Texten zum Teil direkt aufgegriffen, zuweilen aber auch mit gestalterischen Mitteln relativiert, wie Gamper anhand des sozialen Massenexperiments des Streiks in Germinal überzeugend aufzeigt.

In ihrer Untersuchung zweier kurioser Texte aus dem deutschsprachigen (Ewers’ Alraune) bzw. angelsächsischen Raum (Phelps’ Trixy) analysiert Katja Sabisch das ›Dispositiv von Weiblichkeit und Vivisektion‹. Auch Maximilian Bergengruen interessiert sich für den Sexualdiskurs des ausgehenden 19. Jahrhunderts und entwickelt eine sich in vielen Details bewährende und auf zahlreichen Kontextbelegen fußende Interpretation von Hofmannsthals Andreas-Fragmenten im bekannteren (Prince und Krafft-Ebing) und weniger bekannten (Moll und Binet) Kontext der Sexualpathologie und Psychiatrie. Bergengruen zeigt, wie systematisch verschiedenste sexuelle Anomalien und dissoziative Persönlichkeitsstörungen im Text auf die Figuren verteilt und in ihrer jeweiligen Konstellation in Beziehung gesetzt werden. Etwas zugespitzt erscheint jedoch Bergengruens Schlußfolgerung, daß die psychologische Therapieform des (von Hofmannsthal bekanntermaßen rezipierten) Psychiaters Morton Prince, nämlich die ärztlich kontrollierte Evokation einer Persönlichkeitsspaltung durch imaginierte Wiederholung der traumatischen Sequenz, literarisch adaptiert und problematisiert werde, indem das Romanfragment selbst ›pervers und unendlich dissoziierend‹ (S. 224) verfahre.

Benno Wagner untertitelt seinen Beitrag zu Kafkas Beschreibung eines Kampfes ›Quételet, Nietzsche und Mach mit Kafka‹, liest jedoch diese vier Autoren vielmehr mit Deleuzes und Guattaris Konzept der ›(De-)Normalisierung‹ von ›Lustintensitäten‹. Kafka lasse in seinem frühen Text verschiedene anthropologische Modelle aufeinandertreffen, nämlich den ›Durchschnittsmenschen‹ Quételets, den ›Übermenschen‹ Nietzsches und den ›Reizempfänger‹ bei Mach, die sich gegenseitig befragen und relativieren. Diese Kontextualisierung bleibt zwar größtenteils Behauptung, führt Wagner jedoch zu dem weiterführenden Resümee, den Kampf im Kampf nicht als Duell, sondern als Experiment zu deuten, das auf Endlosigkeit angelegt ist.

Mit James M. van der Laans Beitrag (der in englischer Sprache bereits in der Deutschen Vierteljahrsschrift 64 (1990) veröffentlicht wurde) kehrt der Band in seiner letzten Sektion von der jüngeren zur älteren Jahrhundertwende zurück und liest Goethes Versuch als Vermittler von Objekt und Subjekt als Essay über den Essay. Die Gemeinsamkeiten von Essay und Experiment, die van der Laan plausibel machen kann, sind v.a. die Präferenz für Beobachtung statt theoretischer Stringenz, eine latente Wahrnehmungsskepsis und der Versuch der polyperspektivischen Betrachtung, auch wenn die ungewöhnliche Parallelstellung von Goethes Morphologie und dem britischen Empirismus vielleicht noch einer ausführlicheren Erörterung bedürfte.

Neben Gampers Beitrag wird sich vermutlich die Studie von Harald Neumeyer Magnetische Fälle um 1800 als einer der wichtigsten Beiträge des Bandes erweisen. Hier wird eine eingehende Analyse der häufig postulierten, aber selten am Text erprobten ›Poetologie des Wissens‹ in bezug auf den Animalischen Magnetismus bei Mesmer, Gmelin, Schubert, Kleist, Hoffmann u.a. geleistet und gleichsam unter der Hand eine kleine Geschichte des Diskurses in Deutschland gegeben. Neumeyer untersucht, wie sich die Legimationsstrategien der Magnetiseure je nach dem akuten Stand des Kampfes um wissenschaftliche Anerkennung in der konkreten Rhetorik ihrer ›Experimenten-Schriften‹ manifestieren. Dabei kann er zeigen, wie das Notationsproblem zunehmend ins Bewußtsein der Akteure rückt und das Genre der Fallgeschichte eine selbstreflexive Wende erfährt. Einen ähnlichen Prozeß bezogen auf eine exemplarische Werkbiographie kann Marcus Krause im abschließenden Aufsatz des Bandes, nämlich einer Untersuchung zum Motivkomplex des zerstückelten Körpers, zahlreichen Erzählungen Poes attestieren.

Am Ende wird man ein geteiltes Resümee ziehen müssen: Thesen und Resultate der meisten Beiträge sind theoretisch und konzeptionell avanciert und inspiriert. Erfreulich, weil trotz inzwischen allerorten vernehmbarer Willensbekundungen nicht selbstverständlich, ist die Präsenz des wissenschaftlichen Nachwuchses im Band. Die Beschäftigung mit der Spezialforschung zu den einzelnen Autoren von Goethe über Poe bis Kafka geht über der konzeptionellen Ambition der Autoren mitunter jedoch verloren, (6) ebenso wie die Sorgfalt im Umgang mit literarhistorischen Kontexten, deren Repräsentativität von einigen Autoren offenkundig nicht als begründungspflichtig erachtet wird.(7) Zu bedauern ist zudem eine Reihe redaktioneller Mängel, von Interpunktionsproblemen über wiederholte Inkonsistenzen im Drucksatz bis hin zu grammatischen Unsauberkeiten.(8) Solch formale Nachlässigkeiten kontrastieren seltsam mit der angestrengten Terminologie einiger Aufsätze, die zu sehr auf die Selbstevidenz ihrer Begrifflichkeiten setzen, – ein Malus, der auf dem Feld der ›Wissenspoetik‹ zuweilen zu beobachten ist. Betrachtet man die Beiträge des Bandes im Sinne des übergreifenden Erkenntnisinteresses der Herausgeber und Autoren selbst als ›Versuche‹, mit denen die Tauglichkeit der Experimentalkategorie in der Literaturwissenschaft erprobt werden soll, so könnte man resümieren, daß Heuristik sowie Auswertung in der Sache zumeist als gelungen gelten können, die Rahmenbedingungen aber nicht immer der wünschenswerten Kontrolle unterliegen.

Benjamin Specht M.A., Universität Leipzig, Institut für Germanistik, Beethovenstraße 15, D-04107 Leipzig; E-Mail: specht.benjamin@web.de


Anmerkungen

(1) Novalis (Friedrich von Hardenberg), Das Allgemeine Brouillon. In: Ders., Schriften. Bd. III: Das philosophische Werk II. Hg. v. Richard Samuel, Hans-Joachim Mähl u. Gerhard Schulz. Stuttgart u.a. 3. Aufl. 1983, S. 242-479; hier S. 443. [zurück]

(2) Ebd., S. 445. [zurück]

(3) Siehe z.B. Hans-Jörg Rheinberger, Experiment, Differenz, Schrift. Zur Geschichte epistemischer Dinge. Marburg 1992; sowie: Ders., Experimentalsysteme und epistemische Dinge. Eine Geschichte der Proteinsynthese im Reagenzglas. Göttingen 2001. [zurück]

(4) Siehe etwa Joseph Vogl, Für eine Poetologie des Wissens. In: Karl Richter/Jörg Schönert/ Michael Titzmann (Hg.), Die Literatur und die Wissenschaften 1770–1930. Stuttgart 1997, S. 107-127; sowie: Ders. (Hg.), Poetologien des Wissens um 1800. München 1999. [zurück]

(5) Siehe in extenso Jürgen Daiber, »Experimentalphysik des Geistes« – Novalis und das romantische Experiment. Göttingen 2001. [zurück]

(6) In Hahns und Pethes Studie zu Goethes Wanderjahren wird etwa nur auf einen einzigen Aufsatz Walter Müller-Seidels hingewiesen, bei Krause fehlt die Poe-Forschung zur Gänze. [zurück]

(7) So wird Poes Körpermotivik trotz dessen zeitlicher und konzeptioneller Distanz zur Naturgeschichte bei Haller und Buffon von Krause derart anachronistisch kontextualisiert. [zurück]

(8) Eine Auflistung der Mängel wäre ebenso kleinlich wie – leider – umfangreich, so dass nur auf einige Stellen hingewesen sei: Neben schlichten Tippfehlern (S. 138: ›wie‹ statt ›wir‹) finden sich grammatische Flüchtigkeiten (S. 18: Dopplung des Reflexivpronomens ›sich‹, S. 95: Dopplung des Subjekts ›der Text‹), Probleme im Drucksatz (S. 117: Absatz im Blockzitat, S. 199 und 208: Schrifttype der Fußnote) sowie gewagte Silbentrennung (S. 9: Milie-us) etc. [zurück]