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In: KulturPoetik 2007, Heft 2

Autor

Andreas Anglet

Titel

The Café in Benn’s and Apollinaire’s Lyrical Focalisations of the City

Kategorie

Beitrag

Abstract

In den Café-Gedichten von Gottfried Benn und Guillaume Apollinaire wird die moderne Stadt auf symptomatisch unterschiedliche Weise als Ereignis- und Sprachlandschaft erschrieben. Die Montage simultaner Stimmen begegnet einmal als durch ein lyrisches Subjekt kanalisierter, intentional gerichteter wechselseitiger Kommentar (Benn), das andere Mal als freie Akkumulation von Differenzen, die eine einheitliche Intention der Aussage torpediert (Apollinaire). Während Benns satirischer Röntgenblick auf die Café-Gesellschaft die immergleichen sozialen Macht- und biologischen Triebmechanismen am Werke sieht, die das moderne Interieur der Stadt entzaubern, wird das registrierte und offen arrangierte Ma­te­rial für Apollinaire zu einer als dichterische Vision imaginierten Übersteigerung von Modernität.