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In: KulturPoetik 2007, Heft 2

Autor

Rüdiger Görner

Titel

From ›Liederkreis‹ to the Eternal Recurrence of the Same. On Circularity in (German Late) Romanticism

Kategorie

Beitrag

Abstract

Das Motiv des Kreises als ästhetisches Strukturmerkmal aber auch als (kultur-)poetischer Gegenstand harrt noch immer einer umfassenden Erforschung. Die (Spät-)Romantik bediente sich verstärkt des Kreises und der Ringstruktur von sprach- wie musikpoetischen Kompositionen, was sich auch in zahlreichen Bildern aus jener Zeit zeigen lässt. Der Kreis steht dabei nicht nur für Geschlossenheit, sondern auch als Zeichen eines Gegenentwurfs zum linearen Fortschrittsdenken, das sich im Zuge der Evolutionstheorie und des technologischen Innovationsschubes in der Mitte des 19. Jahrhunderts durchzusetzen begann. Hinzu kommt, dass der Kreis dialektische Denkprozesse in Frage stellt und statt dessen das ästhetische Prinzip der Wiederholung sinnstiftend zum Einsatz bringen will.