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In: KulturPoetik 2006, Heft 2

Autor

Leena Eilittä

Titel

Kafka and Visuality

Kategorie

Beitrag

Abstract

Der folgende Artikel untersucht die Bedeutung der darstellenden Künste für Franz Kafkas Leben und Werk. Während seiner Universitätsjahre studierte Kafka nicht nur Kunstgeschichte, sondern nahm auch Zeichenunterricht. Darüber hinaus besuchte er auf seinen Reisen Museen, bezog sich in seinem Tagebuch mehrmals auf Architektur und Skulptur und ging gern ins Kino. In Kafkas fiktionalem Werk werden zahlreiche Gemälde, Photographien, Architektur und Skulpturen beschrieben, denen eine zentrale Rolle im Text zukommt. Von noch größerer Bedeutung ist Visualität für Kafkas Erzählweise, für die visuelle Wahrnehmungen und photographische Beschreibungen charakteristisch sind. Kafkas Verhältnis zum Visuellen trug zu einem tiefgreifenden Wandel im Verständnis von Visualität bei, welcher um die Jahrhundertwende einsetzte und das 20. Jahrhundert hindurch fortdauerte.