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In: KulturPoetik 2004, Heft 1

Autor

Achim Landwehr

Titel

Nachdenken über Kultur
(1) Ansgar Nünning/Vera Nünning (Hg.), Konzepte der Kulturwissenschaften. Theoretische Grundlagen – Ansätze – Perspektiven. Stuttgart, Weimar: Verlag J.B. Metzler 2003. 388 S.
(2) Lutz Musner/Gotthart Wunberg (Hg.), Kulturwissenschaften. Forschung – Praxis – Positionen. Wien: WUV 2002. 356 S.
(3) Klaus E. Müller (Hg.), Phänomen Kultur. Perspektiven und Aufgaben der Kulturwissenschaften. Bielefeld: transcript Verlag 2003. 241 S.
(4) Urte Helduser/Thomas Schwierting (Hg.), Kultur und ihre Wissenschaft. Beiträge zu einem reflexiven Verhältnis. Konstanz: UVK 2002. 234 S.
(5) Florian Steger (Hg.), Kultur: ein Netz von Bedeutungen. Analysen zur symbolischen Kulturanthropologie. Würzburg: Königshausen & Neumann 2002. 230 S.

Kategorie

Rezension

Volltext

Nein, am Beginn dieses Beitrags soll nicht in den inzwischen viel geübten Duktus verfallen werden, die Rede von der Kultur als ›Gerede‹ zu denunzieren oder der kulturwissenschaftlichen Wende mehr oder weniger pauschalisierend vorzuwerfen, sie habe keinen angemessenen Begriff von ihrem eigenen Gegenstand. Ich verweigere mich an dieser Stelle dem in Rezensionen zu einschlägigen Veröffentlichungen regelmäßig anzutreffenden basso continuo, der beharrlich vor sich hinbrummt, dass die Diskussion um Kulturwissenschaft und Kulturtheorie an Unschärfe und Undurchsichtigkeit eigentlich kaum noch zu überbieten sei. Statt dessen möchte ich mit der – möglicherweise provokanten? – These aufwarten, dass die intensive Diskussion der vergangenen Jahre sehr wohl einen Kulturbegriff hervorgebracht hat, der von sich behaupten kann, ein nützliches Instrument in den Händen entsprechender Wissenschaften zu sein. Basis dieser Behauptung ist die Lektüre von fünf Sammelbänden mit insgesamt 62 Aufsätzen und 1449 Seiten, die sich alle in zumeist breit angelegter Form mit Kulturbegriff, Kulturtheorie und Kulturwissenschaften auseinander setzen und dies zum größten Teil auch in überzeugender Weise tun. Dabei handelt es sich selbstredend nur um einen kleinen Ausschnitt aus einer breit geführten Debatte, der aber insofern Repräsentativität für sich in Anspruch nehmen darf, als Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus unterschiedlichen Disziplinen und Nationen darin vertreten sind und darüber hinaus in diesen Bänden zum Teil bereits ein Resümee der Diskussionen der vergangenen Jahre gezogen werden kann.

Dabei kristallisiert sich heraus, was bereits in anderweitigen Kontexten der kulturwissenschaftlichen Diskussion unterstrichen wurde: Gegenüber anderen Neuansätzen zeichnen sich die Kulturwissenschaften dadurch aus, dass sie von vornherein (und nahezu gleichzeitig) international, interdisziplinär und grenzüberschreitend diskutiert wurden. Aufgrund dieser Eigenschaften wirken sie auch in entscheidender Weise integrierend, weil auf der Basis des cultural turn das interdisziplinär-internationale Gespräch wieder in Gang gekommen ist. Möglich geworden ist dies nur, weil die etablierten Disziplinen ihre wohl umzäunten Gefilde verlassen haben, um auch einmal die Früchte aus Nachbars Garten zu versuchen. Und solange diese Nascherei als ein Geben und Nehmen verstanden wird, können daraus in der Tat neue Synergieeffekte entstehen. Das Studium der Sammelbände offenbart, dass dies keineswegs dazu führt, disziplinäre Traditionen gänzlich hinter sich zu lassen. Vielmehr ist – wie Vera und Ansgar Nünning schreiben – »zu Recht betont worden, daß die jeweiligen Disziplinen nur dann substantielle Beiträge zu dem interdisziplinären Projekt der Kulturwissenschaften leisten können, wenn sie sich auf ihre jeweiligen fachlichen Kompetenzen [. . .] besinnen«.(1) Genau in diesem ›Zwischenreich‹, in dem man gleichzeitig die eigenen Spezialkompetenzen einbringt und sich auf übergreifende Fragestellungen kapriziert, liegt wohl die große Chance der Kulturwissenschaften, denn dadurch ließen sich die Scylla und Charybdis von Beliebigkeit und Fachidiotie erfolgreich durchschiffen.


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Wendet man sich den einzelnen Beiträgen in den Sammelbänden zu, so fällt einerseits auf, wie weit die Grundlegung kulturwissenschaftlicher Ansätze in den einzelnen Disziplinen bereits fortgeschritten ist; andererseits ist bemerkenswert, wie viele wissenschaftliche Teilbereiche in dem weiten Feld der Kultur offensichtlich ein anregendes und weiterführendes Betätigungsfeld erblicken. In fast allen hier vorzustellenden Sammelbänden spielt dieser Aspekt nicht nur eine wichtige, sondern sogar die zentrale Rolle. Kaum ein Fach, das sich nicht in der einen oder anderen Weise an der Diskussion beteiligt und durch einschlägige Beiträge vertreten ist: Literaturwissenschaft als Kulturwissenschaft, Kulturgeschichte, Kultursoziologie, Kultursemiotik, Kulturanthropologie, Kulturpsychologie, Kulturökologie, Kultur und Wirtschaft, Kultur und Medizin . . . – die Reihe ließe sich fortsetzen. An diesem Umstand ist zum einen ablesbar, dass die Notwendigkeit zur theoretischen und methodischen Selbstversicherung in den Kulturwissenschaften offensichtlich immer noch als recht hoch angesehen wird. Dies ist auch nicht weiter verwunderlich, schließlich handelt es sich um ein Areal, das als Neu- und auch Wiederentdeckung verstanden wird und das bei weitem noch nicht zur Gänze kartographiert ist. Zum anderen lässt sich daraus jedoch auch eine gewisse Nachfrage deduzieren, da es den wirtschaftlichen Überlegungen der Verlage offensichtlich entgegenkommt, in auffallender Dichte immer neue Einführungen und Grundlegungen aus dem Bereich der Kulturwissenschaften zu publizieren. Würden die Leserinnen und Leser für solche Bücher fehlen, würden entsprechende Veröffentlichungen wohl recht schnell wieder aus den Bücherregalen verschwinden.

Zeigen sich hier – um es vorsichtig zu formulieren – bereits Möglichkeiten, wie sich der Anspruch eines Disziplinen übergreifenden und integrierenden Ansatzes in den Kulturwissenschaften verwirklichen könnte, so setzt sich diese Tendenz bei den konkreten Themenstellungen fort, die in den einzelnen Beiträgen mehrfach beispielhaft genannt werden. Denn auch hier geht es nur in den selteneren Fällen um wirklich disziplinenspezifische Problemkonstellationen, sondern vielmehr um Fragen, die zu einer Zusammenarbeit unterschiedlicher Fächer geradezu herausfordern.

Einer dieser Bereiche ist der Zusammenhang von Kultur und Macht. Zu den immer wieder geäußerten Vorwürfen gegenüber den Kulturwissenschaften gehört ja, sie würden die ›harten Fragen‹ gesellschaftlichen Lebens – Macht, Unterdrückung, Politik etc. – ignorieren. Dies lässt sich zwar nicht gänzlich widerlegen, ist in dieser Pauschalität aber sicher falsch. Schon die Ansätze und Ergebnisse der Geschlechterforschung belegen, welchen Beitrag kulturwissenschaftliche Arbeiten hier leisten können. Dass die Kulturwissenschaften überall nur Texte erblicken und dabei die Tatsachen von Leid und Tod schlicht ausblenden würden, ließ vor allem die Metapher von der ›Kultur als Text‹ vermuten. Diese wird gleich in mehreren Beiträgen kontrovers diskutiert: Sie will darauf hinweisen, dass jede Kultur und jede Gesellschaft unweigerlich in einen permanenten Prozess der Bedeutungsgenerierung verstrickt ist; Symbole, Rituale, Praktiken aber auch literarische Texte werden dadurch zu Darstellungsformen kultureller Selbstauslegung, die sich in der wissenschaftlichen Analyse dann auch wie ein Text lesen lassen. Schwierig an diesem Textmodell ist allerdings, dass dadurch Momente der Dynamik, des ›Aushandelns‹ und des Konflikts nur bedingt oder auch gar nicht in den Blick kommen. Daher ist die Metapher von der ›Kultur als Text‹ kein Allheilmittel, sondern kann nur zur Verdeutlichung spezifischer Zusammenhänge dienen. Die Gefahr eines Kulturalismus, also einer Hypostasierung des Kulturellen gegenüber Politik, Wirtschaft, Recht, Gewalt oder Macht, kann so nicht klein geredet werden. Sie ist in der Tat vorhanden – und die Kulturwissenschaften tun gut daran, ihr entschieden zu begegnen. Denn

[zu] leicht wird übersehen, dass die Interpretationen des ›Realen‹ sozial geschichtet und hierarchisiert sind. Sie stehen eben nicht gleichrangig nebeneinander, sondern hängen von Verfügungsgewalten, d. h. von den verschiedenen Kapitalien der Individuen und sozialen Gruppen ab. Es ist deshalb ein dringliches Desiderat der Kulturwissenschaften, nach den ›kulturellen Übersetzungen‹ des Materiellen zu suchen, die einer Gesellschaft ihre Ordnung der (Ohn)Macht verleihen, und nicht nur das Reich des Symbolischen in seiner zugegeben komplexen Selbstreferentialität zu analysieren. (2)

Als Beispiel für diese Gefahr eines Kulturalismus kann ein weiterer wichtiger Themenbereich der Kulturwissenschaften dienen, der in den letzten Jahren unter den Stichworten ›Gedächtnis‹ und ›Erinnerung‹ viel Aufmerksamkeit auf sich gezogen hat. Auch er ist in den hier vorzustellenden Sammelbänden prominent vertreten, vor allem in der sich auf Maurice Halbwachs beziehungsweise Aleida und Jan Assmann beziehenden Tradition. Hier zeigt sich in eindrücklicher Weise, zu welchen – vor allem auch Fächer übergreifenden – Leistungen der cultural turn beigetragen hat: Durch das Themenfeld ›Erinnerung und Gedächtnis‹ wurde ein Zusammenhang praktisch gänzlich neu auf die Agenda wissenschaftlicher Forschung gesetzt, an dem sich zudem noch erweisen ließ, wie gesellschaftlich und politisch relevant solche vermeintlich ›weichen‹ Fragestellungen sind. Insofern ist der Einschätzung Aleida Assmanns zuzustimmen: »Was sich an diesem Forschungsansatz weiterhin zu bewähren scheint, ist der neue Blick auf Übersehenes oder Altbekanntes, den er eröffnet, sowie sein integratives, Disziplinen übergreifendes Potential. Mit dem Thema Gedächtnis ist ein Problemzusammenhang in den Blick getreten, der von keiner Einzeldisziplin aus monopolisiert werden kann und der für die Einzelfächer neue Perspektiven eröffnet«.(3) Gerade aufgrund dieses ubiquitären Charakters scheint jedoch auch für diesen Themenbereich die Gefahr der ›Kulturalisierung‹ im negativen Sinne zu bestehen: Das ›kulturelle Gedächtnis‹ lädt offensichtlich aufgrund seiner umfassenden Relevanz zu einer unzulässigen Verflachung ein, die unter dem Stichwort der ›memory industry‹ bereits thematisiert wird.

Von solchen Gefahren scheint die Thematik der ›Fremdheit‹ – eine weitere zentrale Problemstellung der Kulturwissenschaften – weniger betroffen zu sein. Insbesondere im Zuge zunehmender internationaler Verflechtungen in Recht und Wirtschaft sowie aufgrund von globalen Migrationsströmen wurde dieses Thema in den vergangenen Jahren und Jahrzehnten unübersehbar in den Mittelpunkt vielfältiger Diskussionen gerückt. Für die Kulturwissenschaften ist es jedoch nicht nur aufgrund seiner tagespolitischen Aktualität von Bedeutung, sondern auch weil es auf eine zentrale Kategorie im kulturwissenschaftlichen Diskurs aufmerksam macht: ›Differenz‹ ist geradezu zu einer Leitvokabel kulturwissenschaftlicher Diskussionen geworden, da Kulturen grundsätzlich nicht mehr als in sich geschlossene Einheiten betrachtet werden, sondern als von vielfachen Friktionen durchzogene und immer umkämpfte Felder, in denen jeweils ausgehandelt wird, was unter dieser ›einen Kultur‹ verstanden werden soll. Geradezu paradigmatisch lässt sich dies anhand der ›Fremdheits‹-Erfahrung darstellen, da sich diese in der Gegenwart für viele Menschen zu einer Gleichzeitigkeit von Nähe und Ferne konkretisiert hat: Das Fremde ist (als Attraktion) Tausende von Kilometern entfernt und befindet sich (als vermeintliche Bedrohung) direkt vor der eigenen Haustür. Außerdem ermöglichen es neue Verkehrsformen, sich innerhalb weniger Stunden aus den vertrauten Gefilden der ›Heimat‹ in die ungewohnte Umgebung der ›Fremde‹ zu begeben. Auch die eigene Vergangenheit – so lehrt es eine ethnologisch beeinflusste Kulturgeschichte – kann keineswegs als bekanntes Territorium gelten, das die Grundlage für die eigene Gegenwart abgibt, sondern muss als ›ferner Kontinent‹ immer wieder neu entdeckt und in seinen Eigenheiten für die Gegenwart übersetzt werden. Der ›Fremdheit‹ ist also, wie es verschiedene Beiträge unterstreichen, nicht zu entrinnen, auch nicht im abgezirkelten Bereich dessen, was man sein ›Eigenes‹ zu nennen pflegt.

In engem Zusammenhang damit stehen die Themenbereiche ›Kulturtransfer‹ und ›Interkulturalität‹. Gerade durch die permanent vereinfachten Kommunikations- und Verkehrsbeziehungen kommt der Betrachtung von Austauschprozessen zwischen Kulturen eine immer größere Bedeutung zu. Hier wird besonders deutlich, dass man Kulturen nicht länger als wohl definierte Wesenheiten betrachten und sich deren ›Aufeinandertreffen‹ wie dasjenige von Individuen vorstellen kann. Die Untersuchungen von ›Kulturtransfer‹ und ›Interkulturalität‹ haben darauf aufmerksam gemacht, dass Kulturen in vielfacher Weise hybride Formen entwickeln und praktisch ohne Unterlass dabei sind, ›dritte Räume‹ auszuformen, die sich nicht mehr eindeutig der einen oder anderen Kultur zuschlagen lassen.

Ein letzter, in unterschiedlichen Beiträgen immer wieder thematisierter Bereich ist die ›Selbstreflexivität‹ der Kulturwissenschaften. Wegen des ›linguistic turn‹ und der kontroversen Debatte innerhalb der Ethnologie, ob man in den Wissenschaften tatsächlich Kulturen beschreibt oder nicht vielmehr überhaupt erst erschreibt (»writing culture«), ist es eigentlich unausweichlich geworden, sich in seiner wissenschaftlichen Tätigkeit immer wieder selbst zu befragen: Zum einen lässt es sich schwerlich wegdiskutieren, dass die in den (Kultur-)Wissenschaften produzierten Texte keineswegs getreue Abbildungen der Realität sind, sondern ihrerseits Konstrukte von Wirklichkeit; zum anderen darf natürlich auch nicht der machtgesättigte und eminent politische Aspekt vernachlässigt werden, der damit einhergeht. Die Wissenschaften sind viel zu lange mit der Überzeugung umher stolziert, sie würden in neutraler Weise Objektivität produzieren – und wenn der Eindruck nicht gänzlich täuscht, ist dieser verfaulte Zahn auch noch nicht überall gezogen. Daher macht es Hoffnungen für die Zukunft, dass innerhalb der Kulturwissenschaften dieser Umstand offensichtlich nicht nur anerkannt, sondern auch intensiv diskutiert wird.


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In Aufbau und Inhalt der Sammelbände lassen sich durchaus strukturelle Ähnlichkeiten feststellen: Alle fünf sind darauf angelegt, grundlegende und durchaus weit gefächerte Einblicke in das Feld der Kulturwissenschaften zu ermöglichen. In diesem Zusammenhang kommt dem Sammelband von Ansgar und Vera Nünning über Konzepte der Kulturwissenschaften am ehesten die Funktion zu, als Handbuch zu dienen, das einführend mit den verschiedenen Bereichen vertraut macht. Die einzelnen Aufsätze sind weniger als eigene Forschungsbeiträge, sondern als Einführungen in spezifische kulturwissenschaftliche Fragestellungen konzipiert. Dabei kommen die meisten derzeit in der kulturwissenschaftlichen Diskussion dominierenden Richtungen zur Sprache – neben allgemeinen Ausführungen zu Kulturbegriffen und Kulturtheorien finden sich Beiträge zu Kulturanthropologie, Kulturgeschichte, Kultursoziologie, Erinnerung und Gedächtnis etc. –, wobei sich eine recht klare Dominanz literaturwissenschaftlicher Themenbereiche feststellen lässt (Literaturwissenschaft als Kulturwissenschaft, literarische Anthropologie, New Historicism). Es mag kleinlich erscheinen, das Fehlen bestimmter Bereiche zu bemängeln, da ohnehin die gesamte kulturwissenschaftliche Diskussion nie in einem einzigen Band abgebildet werden kann. Aber es ist zumindest des Fragens wert, weshalb beispielsweise die Kunstgeschichte keinen Eingang gefunden hat. Trotzdem ist dieser Band uneingeschränkt zu empfehlen, vor allem wenn es um die Vermittlung entsprechender Inhalte im Grundstudium geht.

Die weiteren hier vorzustellenden Sammelbände verstehen sich weniger als Einführungen in die allgemeinen Problemzusammenhänge, sondern als eigenständige Beiträge zu der aktuellen Diskussion. Dabei wird keineswegs durchgängig das Hohelied auf die Kulturwissenschaften gesungen, sondern es werden auch durchaus kritisch Probleme und Mängel angesprochen, die ohne Zweifel noch bestehen. Von besonderer Bedeutung erscheint mir jedoch, dass in den Bänden deutlich wird, welches Potential den Kulturwissenschaften innewohnt. Dies zeigt sich vor allem an Perspektiven, die ansonsten nicht zum Standard der Geisteswissenschaften gehören – beispielsweise wenn sich in dem von Klaus E. Müller herausgegebenen Band Phänomen Kultur mit einer gewissen Selbstverständlichkeit Beiträge über die Islamwissenschaften, die Gedächtniskulturen Afrikas oder die Medizin als Kulturwissenschaft nebeneinander finden. Ähnlich konzipiert ist der von Urte Helduser und Thomas Schwietring herausgegebene Band Kultur und ihre Wissenschaft, der ebenfalls allgemeine Beiträge zur Kulturtheorie enthält, daneben aber vor allem aus unterschiedlichen disziplinären Richtungen den Kulturbegriff beleuchtet. Anders angelegt ist der von Lutz Musner und Gotthart Wunberg herausgegebene (und sehr zu empfehlende) Sammelband mit dem schlichten Titel Kulturwissenschaften: Hier finden sich – aus unterschiedlichen Blickrichtungen – grundlegende Überlegungen zum Kulturbegriff und seiner Leistungsfähigkeit, die anhand von zentralen Konzepten wie ›Gedächtnis‹, ›Geschlecht‹, ›Geschichte‹, ›Sprache‹, ›Natur‹, ›Generation‹ oder ›Medien‹ diskutiert werden.

Das einzig wirklich enttäuschende Buch unter den hier vorzustellenden ist der von Florian Steger herausgegebene Band Kultur: ein Netz von Bedeutungen. Als Leitlinie des Bandes dient Clifford Geertz’ Kulturdefinition, die bekanntermaßen darauf hinausläuft, dass der Mensch ein in selbstgesponnene Bedeutungsgewebe – d. i. ›Kulturen‹ – verstricktes Wesen sei. Diese Definition ist nicht nur verbesserungswürdig und anreicherungsfähig (weshalb sie auch bereits von verschiedenen Seiten kritisiert wurde) – sie ist vor allem zu unpräzise, um die Beiträge des Sammelbandes zu integrieren, da nahezu alles darunter subsumiert werden kann. Das Buch hinterlässt daher den faden Geschmack der Beliebigkeit. Es gibt darin allerdings auch durchaus positive Ausnahmen wie die Beiträge von Marcus Pyka über Das Judentum in der Welt des XII. Jahrhunderts und der Reisebericht [Sefär Massa’ôt] des Benjamin von Tuleda sowie Hubertus Büschels Vor dem Altar des Vaterlandes – Verfahren ritueller Sakralisierung von Monarch und Staat zu Beginn des 19. Jahrhunderts. Ansonsten wird jedoch mit schöner Regelmäßigkeit Geertz als Leerformel zitiert, um daran Interpretationen der unterschiedlichsten Art anzuschließen, die sehr gut ohne Kulturanthropologie ausgekommen wären.

So könnte der Sammelband Gegenstand einer inzwischen beliebten Übung werden, die sich bereits zu einem Topos verdichtet hat: Nämlich den Kulturwissenschaften generalisierend vorzuwerfen, sie hätten keinen angemessenen Begriff von ihrem eigenen Gegenstand. Man schlage irgendeinen Beitrag zur gegenwärtigen Debatte auf

– die Wahrscheinlichkeit, dass dieses Argument in der einen oder anderen Form darin vorgebracht wird, ist recht hoch. Auch in Rezensionen zu einem der hier vorgestellten Sammelbände wird man wohl Ähnliches lesen können. Abgesehen von der Frage, ob denn die Sozialwissenschaften ein eindeutiges Konzept von Gesellschaft haben oder ob die Naturwissenschaften zweifelsfrei darlegen könnten, was Natur sei – die Kulturwissenschaften scheinen mir jedenfalls den Vorzug zu besitzen, dass sie sich selbst, ihre Voraussetzungen, Begriffe und Instrumentarien immer mit thematisieren, und ebenso die anderer Wissenschaften. Schließlich fällt es in ihren allgemeinen Aufgabenbereich, aktuelle gesellschaftliche Entwicklungen kritisch zu begleiten und zu reflektieren. Oder um es etwas eloquenter zu formulieren: Es ist Aufgabe der Kulturwissenschaften, »der disziplinäre ›Ort‹ zu sein, an dem sich moderne Gesellschaften ein Wissen von sich selbst in Wissenschaftsform verschaffen, und es ist die Aufgabe, dies in der Weise zu tun, daß ihre Optik auf das kulturelle Ganze, auf Kultur als Inbegriff aller menschlichen Arbeit und Lebensformen, auf die kulturelle Form der Welt geht, die Naturwissenschaften und sie selbst eingeschlossen«.(4) Vor einem solchen Hintergrund lässt sich zumindest behaupten, dass es innerhalb der Kulturwissenschaften um die Reflexion über den eigenen Gegenstand sowie über den Kulturbegriff keinesfalls schlechter bestellt ist als in anderen Wissenschaftszweigen. Und ich würde mich sogar zu der These hinreißen lassen, dass in den Kulturwissenschaften wesentlich intensiver und auf breiterer Basis über ›Kultur‹ diskutiert und gestritten wird als in den Sozialwissenschaften über ›Gesellschaft‹, in den Naturwissenschaften über ›Natur‹ – oder gar in den Geisteswissenschaften über ›Geist‹.

In Abwandlung des bekannten Aphorismus von Lichtenberg ließe sich daher behaupten, dass es nicht unbedingt am Kulturbegriff liegen muss, dass ein hohler Klang entsteht, sobald er mit anderen Wissenschaften zusammenstößt. Der in den vergangenen Jahren unter dem Stichwort des cultural turn diskutierte Begriff stellt insofern eine Herausforderung dar, als er etablierte Denkkategorien zumindest ins Trudeln bringt. Dass ›Kultur‹ und ›Kulturwissenschaften‹ mancherorts als besonders problematisch empfunden werden, liegt wahrscheinlich daran, dass der Kulturbegriff zu etablierten disziplinären Einteilungen quer liegt.


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Welcher Kulturbegriff beziehungsweise welches konsensfähige Fundament für ein integrierendes Kulturkonzept lässt sich der Lektüre der Sammelbände entnehmen? Überraschend für Kritiker (unter Umständen auch Anhänger) des culturalturnmag sein, dass sich ein solches Konzept von Kultur nicht nur in breitem Konsens herausgebildet hat, sondern dass es sich auch recht eindeutig festlegen lässt. Natürlich ist damit nicht eine kurze Formel gemeint; man wird vielmehr von unterschiedlichen Dimensionen eines solchen Kulturbegriffs ausgehen müssen, die – dem Ansatz der Kulturwissenschaften entsprechend – theoretisch auch nicht ganz anspruchslos sind. Der Kulturbegriff bildet demnach den Kreuzungspunkt verschiedener Blickrichtungen:

(1) Der Kulturbegriff zielt auf die Herstellung von Sinn und Bedeutung. Hiermit ist der Kern dessen formuliert, was den Kulturbegriff in der aktuellen Diskussion auszeichnet. Diese Konzentration auf die Produktion von Sinn und Bedeutung ist zwar kein hinreichender, aber ein unbedingt notwendiger Bestandteil einer Bestimmung von ›Kultur‹. Diese Akzentsetzung ist nicht neu, sondern kann direkt an die intensiven kulturwissenschaftlichen Diskussionen um die vorvergangene Jahrhundertwende anschließen. Deshalb kann das Wort Max Webers immer noch ungebrochene Gültigkeit beanspruchen:

»Kultur« ist ein vom Standpunkt des Menschenaus mit Sinn und Bedeutung bedachter endlicher Ausschnitt aus der sinnlosen Unendlichkeit des Weltgeschehens. [. . .] Transzendentale Voraussetzung jeder Kulturwissenschaftist nichtetwa, daß wir eine bestimmte oder überhaupt irgendeine »Kultur« wertvollfinden, sondern daß wir Kulturmenschensind, begabt mit der Fähigkeit und dem Willen, bewußt zur Welt Stellungzu nehmen und ihr einen Sinnzu verleihen. Welches immer dieser Sinn sein mag, er wird dazu führen, daß wir im Leben bestimmte Erscheinungen des menschlichen Zusammenseins aus ihm heraus beurteilen, zu ihnen als bedeutsam(positiv oder negativ) Stellung nehmen. Welches immer der Inhalt dieser Stellungnahme sei, – diese Erscheinungen haben für uns Kulturbedeutung, auf dieser Bedeutung beruht allein ihr wissenschaftliches Interesse.(5)

(2) Kultur ist immer von Menschenhand gemacht. Das mag auf den ersten Blick überflüssig und trivial erscheinen – gerade in Bezug auf die materielle Kultur ist ja offensichtlich, dass sie von Menschen hervorgebracht wird. Die Aussage zielt jedoch weniger auf diesen Bereich, sondern vielmehr auf die Vorstellung, man ›habe‹ eine Kultur oder es handele sich bei einer Kultur um ein ›Wesen‹, wie im Falle der ›Kultur der Deutschen‹, der ›europäischen Kultur‹ oder ähnlichen Gebilden. Der ergologische Aspekt von Kultur, also die Tatsache, dass Kultur immer etwas mit Arbeit zu tun hat, soll darauf aufmerksam machen, dass es sich bei Kultur nicht um ein ›Schicksal‹ handelt, das einem qua Geburt mit auf den Weg gegeben wird, sondern um ein gesellschaftliches Bedeutungsgewebe, an dem jeder und jede Einzelne permanent mitwirkt – und das daher auch permanenter Veränderung unterliegt. Kulturen sind deswegen nur verständlich, wenn ihr Konstruktionscharakter angemessen berücksichtigt wird.

(3) Kultur konkretisiert sich in unterschiedlichen gesellschaftlichen Zusammenhängen. Mit einer solchen Bestimmung soll vor allem darauf hingewiesen werden, dass es sich bei Kultur nicht um ein universelles, alle Menschen in gleicher Weise überwölbendes Phänomen handelt, sondern dass verschiedene soziale Konstellationen auch ihre jeweiligen Praktiken sowie Zeichen- und Symbolsysteme ausbilden, die als Konkretisierungen von Kultur anzusehen sind. Daraus folgt auch unweigerlich, dass eine wie auch immer geartete Trennung zwischen ›Kultur‹ und ›Gesellschaft‹ natürlich nur analytischer Natur sein kann. Es ist schlichtweg unmöglich, eine faktische Dichotomie zwischen Kultur und Gesellschaft aufzubauen und hier einer entweder/oder- Logik zu folgen. Kultur und Gesellschaft lassen sich nur in ihrem unauflöslichen Wechselspiel begreifen, weshalb es auch wenig hilfreich erscheint (wie es zuweilen geschieht), das Soziale wieder in die Kultur hineinholen zu wollen – denn es war daraus niemals verschwunden.

Man könnte deshalb in Anspielung auf ein berühmtes Kantisches Diktum sagen: Menschliches Handeln ohne sinnhafte Orientierung ist blind, Sinndeutungen ohne ein entsprechendes Handeln dagegen leer. Anders gesprochen: Es ist im Grunde genommen nicht möglich, den Begriff der Gesellschaft ohne Bezugnahme auf den Kulturbegriff oder entsprechende Sinnstrukturen zu definieren und umgekehrt.(6)

(4) Bei der Produktion von Sinn und Bedeutung im Rahmen des Kulturprozesses spielen Medien eine zentrale Rolle. Denn »die Medien, in denen wir kommunizieren, modellieren unsere Welt. Medienrevolutionen sind deshalb Sinnrevolutionen, sie remodellieren die Wirklichkeit und schaffen eine neue Welt«.(7) Vor allem Siegfried J. Schmidt macht mit seinem Ansatz einer ›Medienkulturwissenschaft‹ auf diesen Zusammenhang aufmerksam. Demnach sind Medien unerlässlich für Prozesse, in denen Gesellschaften Wirklichkeitsmodelle hervorbringen. Diese lassen sich nach Schmidt bestimmen als

das aus Handeln und Kommunizieren hervorgegangene und durch Praxis und Kommunikation systematisierte kollektive Wissen der Mitglieder einer Gemeinschaft, das über gemeinsam geteilte Erwartungen und Unterstellungen, d. h. also über die Herausbildung reflexiver und selektiv operierender Strukturen deren Interaktionen koorientiert und Aktanten von Geburt an durch den bzw. im gemeinsamen Bezug auf solche Modelle kommunalisiert.(8)

(5) Kultur hat unausweichlich eine Geschichte. Neben dem ergologischen und dem soziativen Aspekt ist es daher die temporale Komponente, die mit Nachdruck darauf verweist, dass der Kultur unmöglich ein wie auch immer geartetes ›Wesen‹ oder ein konstanter Kern zugeschrieben werden kann. Sie ist vielmehr Ergebnis menschlicher Produktivität und daher dem Faktor Zeit ebenso unterworfen wie andere humane Artefakte. Umgekehrt kann Kultur ihre Wirksamkeit erst dann entfalten, wenn ihren Elementen auf der Zeitschiene eine gewisse Dauer beschieden ist.

(6) Schließlich ist der Kulturbegriff, der sich in den jüngeren Diskussionen abzeichnet, eindeutig nicht essentialistisch. Das bedeutet, dass Kulturen nicht mehr als ›Wesenheiten‹ verstanden werden, denen eine eigene, aus sich selbst heraus erwachsende Existenz zukäme. Vielmehr werden Kulturen als äußerst dynamische Felder sozialer Interaktion konzeptualisiert, zu deren Beschreibung weniger die Kategorien der ›Geschlossenheit‹ oder ›Einheit‹ herangezogen werden, sondern vielmehr diejenige der ›Differenz‹. Kulturen ›sind‹ nicht einfach, sondern werden gemacht – und zwar in Permanenz. Indem ständig Differenzen ausgehandelt werden, kommt das Feld der Kultur niemals zum Stillstand, sondern bildet an den zu identifizierenden Bruchstellen dauernd neue Formen von Bedeutung aus. Kultur ist oder hat daher kein ›Wesen‹ – wie man immer wieder lesen kann –, sondern ist ein konfliktreicher Prozess des Aushandelns.

Was mit einem solchen Kulturbegriff zu leisten ist, haben Lutz Musner und Gotthart Wunberg im Klappentext des von ihnen herausgegebenen Bandes Kulturwissenschaften überzeugend auf den Punkt gebracht. Dort heißt es: »Die Beiträge richten sich vor allem an jene, die auf der Suche nach neuen Wegen sind«.(9) Genau hier liegt die Chance der Kulturwissenschaften: nicht einfach nur neue Antworten zu liefern, sondern vor allem neue Fragen zu ermöglichen.


4

Möglicherweise habe ich die Situation bisher allerdings etwas zu rosig gemalt. Natürlich ist im Reich der Kultur nicht alles eitel Sonnenschein. Vor allem wenn es darum geht, die theoretisch-methodischen Vorgaben auch in empirische Untersuchungen umzugießen, besteht die Gefahr des Etikettenschwindels, und zwar dann, wenn auf der Metaebene hohe Ansprüche formuliert werden, in den empirischen Arbeiten aber keine wirkliche Veränderung zu verzeichnen ist. Nun hat es – wie bereits ausgeführt – große Vorteile, sich auf theoretischer Ebene eines nicht ganz einfachen Begriffs wie ›Kultur‹ zu versichern, bevor man sich allzu blauäugig in ein solches Feld hineinbegibt. Inzwischen scheint mir jedoch der Ausstoß an (mehr oder weniger) grundlegenden Sammelbänden zu Kulturtheorie und Kulturwissenschaften – von denen die hier vorzustellenden nur einen geringen Prozentsatz ausmachen – einen gewissen Sättigungsgrad erreicht zu haben. (Ob dies Teil einer »spezifisch deutschen Meta-Debatte« (10) ist, bleibe dahingestellt.) Nun müsste sich in und vor allem zwischen den verschiedenen Disziplinen erweisen, inwiefern diese Überlegungen auf einen fruchtbaren empirischen Boden fallen. Das soll natürlich keineswegs bedeuten, dass es solche Arbeiten aus der kulturwissenschaftlichen Praxis nicht gäbe; jedoch läge in einer Stärkung dieses Bereichs die Chance zu beweisen, durch welche besonderen Qualitäten die Kulturwissenschaften sich auszeichnen. So ist es wohl mehr als nur ein statistischer Zufall, dass sich vier der fünf Sammelbände so gut wie ausschließlich auf methodischtheoretische Fragen verlegen, während der von Florian Steger herausgegebene Band Kultur: ein Netz von Bedeutungen zwar empirische Studien enthält, aber in seiner Gesamtheit nicht gerade als Werbung für die Kulturwissenschaften firmieren kann.

Und noch ein weiterer Aspekt gibt Anlass zu Bedenken. Zwar wird in den theoretischen Debatten immer wieder betont, dass sich die Kulturwissenschaften eines weiten Kulturbegriffs bedienten, der den Gesamtkomplex von Vorstellungen, Denkformen, Empfindungsweisen, Werten und Bedeutungen in den Blick nehme und der sich eben nicht reduzieren ließe auf Kunst, Literatur oder Verhaltensformen. Angesichts eines solchen Anspruchs muss es jedoch auffallen, dass viel zu selten die bereits benannten ›harten Themen‹ aus Politik, Wirtschaft, Recht oder dem Bereich des Militärischen (um nur einige wenige Möglichkeiten zu benennen) aufgegriffen werden. Wollen sich die Kulturwissenschaften auf Dauer nicht dem Vorwurf aussetzen, einen romantisierenden Schleier des Symbolischen über die Realität zu legen und diesen Umstand durch eine abgehobene theoretische Diskussion ohne empirisches Fundament zu bemänteln, müssen sie für sich selbst ganz neue Areale erobern. Erst wenn sich zeigen lässt, inwiefern auch das Börsenparkett, der Waffenhandel oder die internationale Diplomatie Teil ihrer jeweiligen Kulturen sind, können sich die Kulturwissenschaften als den Kinderschuhen entwachsen ansehen.


Dr. Achim Landwehr, Juniorpofessur Europastudien, Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf, Universitätsstr. 1, D-40225 Düsseldorf; E-Mail: landwehr@phil-fak.uni-duesseldorf.de


Anmerkungen

(1) Vera Nünning/Ansgar Nünning, Kulturwissenschaften: Eine multiperspektivische Einführung in einen interdisziplinären Diskussionszusammenhang. In: Dies. (Hg.), Konzepte der Kulturwissenschaften. Theoretische Grundlagen – Ansätze – Perspektiven. Stuttgart, Weimar 2003, S. 1–18; hier S. 3. [zurück]

(2) Christian Gerbel/Lutz Musner, Kulturwissenschaften: Ein offener Prozess. In: Lutz Mus-ner/Gotthart Wunberg (Hg.), Kulturwissenschaften. Forschung – Praxis – Positionen. Wien 2002, S. 9–23; hier S. 13. [zurück]

(3) Aleida Assman, Gedächtnis als Leitbegriff der Kulturwissenschaften. In: Musner/Wunberg (Anm. 2), S. 27–45; hier S. 27. [zurück]

(4) Wolfgang Frühwald u. a., Geisteswissenschaften heute. Eine Denkschrift. Frankfurt/M. 2. Auflage 1996, S. 43. [zurück]

(5) Max Weber, Gesammelte Aufsätze zur Wissenschaftslehre. Tübingen  7. Aufl. 1988, S. 180 f. [zurück]

(6) Klaus Lichtblau, Soziologie als Kulturwissenschaft? Zur Rolle des Kulturbegriffs in der Selbstreflexion der deutschsprachigen Soziologie. In: Urte Helduser/Thomas Schwietring (Hg.), Kultur und ihre Wissenschaft. Beiträge zu einem reflexiven Verhältnis. Konstanz 2002, S. 101–120; hier S. 115. [zurück]

(7) Aleida Assmann/Jan Assmann zit. nach: Wilhelm Voßkamp, Literaturwissenschaft als Kulturwissenschaft. In: Nünning/Nünning (Anm. 1), S. 73–85; hier S. 78. [zurück]

(8) Siegfried J. Schmidt, Medienkulturwissenschaft. In: Ebd., S. 352–369; hier S. 357. [zurück]

(9) Musner/Wunberg (Anm. 2). [zurück]

(10) Nünning/Nünning (Anm. 1), S. 10. [zurück]